Was und wie sieht das richtige Futter aus ? Lest die unten aufgelisteten Themenbereiche über das Futter und bildet Euch Eure Meinung. Man muss bedenken, dass alle Hunde verschieden sind und somit auch einen eigenen Geschmack wie auch Vorlieben haben kann. Was für Ernst gut ist, muss für Emma noch lange nicht passen. Sucht für Euch den richtigen Zwischenweg. Wäre toll wenn Ihr auch Eure Meinung über Futter im Gästebuch niederschreibt.
Vorwort!
Fertigfutter
Wirkstoffe
Nährstoffbedarf
Vitamine
Futterzubereitung
Wasser
Gras fressen
Verdauung
Beifutter
Tierisches Futter
Pflanzliches Futter
Prakt.Fütterung
 
FUTTERMITTEL UND HUNDEFÜTTERUNG

VORBEMERKUNGEN

Die den natürlichen Bedürfnissen der Hunde entsprechende Ernährung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erhaltung ihrer Gesundheit, ihrer Leistung und ihres Wohlbefindens.Unkenntnis, Gedankenlosigkeit und falsch verstandene Tierliebe sind oftmals die Ursachen für fütterungsbedingte Erkrankungen der Hunde. Meist überwiegt das Erscheinungsbild verfetteter und kurzatmiger Hunde, die zu Stoffwechselstörungen sowie zu Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen neigen. Es ist zu beachten, daß die Hunde trotz ihrer Anpassung an die Lebensgewohnheiten der Menschen aufgrund der Beschaffenheit und Funktion ihrer Verdauungsorgane Tierfresser geblieben sind. Sie besitzen ein kräftiges Raubtiergebiß, das nach entsprechender Betätigung verlangt. Der Verdauungstrakt ist im Verhältnis zu Pflanzen- oder Allesfressern recht kurz und daher wenig geeignet, größere Mengen pflanzlicher Kost nutzbringend auszuwerten. Der Verdauungstrakt der Hunde ist vielmehr auf die Verdauung von Fleisch bzw. tierischer Produkte eingerichtet.

Als Schlußfolgerung dieser Betrachtung ergibt sich, daß tierische Produkte, d. h. FLEISCH und INNEREIEN, die Grundlage der Fütterung bilden müssen. Pflanzliche Produkte dienen lediglich zur Nahrungsergänzung.

FUNKTION DER FUTTERMITTEL

Die in den Futtermitteln enthaltenen Wirkstoffe üben im Organismus des Hundes folgende Funktionen aus: - Aufbau von Zellen und Geweben während des Wachstums,

- Regeneration der dem Verschleiß ausgesetzten Körperteile,

- Erhaltung der Körperwärme und

- Energieerzeugung für Bewegung und Leistung

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Fertigfutter

Fertigfutter findet in der Fütterung von Hunden zunehmend Verwendung. Es muss jedoch so zusammengesetzt und aufbereitet sein, daß es vom Verdauungstrakt der Hunde problemlos verdaut und aufgeschlossen werden kann.

Fertigfutter wird als ALLEIN- oder als BEIFUTTER in verschiedenen Zubereitungsformen (trocken, halbfeucht und feucht) angeboten.

Alleinfutter (Trockenfutter)

Alleinfutter muß so zusammengesetzt sein, daß es bei ausschließlicher Verwendung alle lebensnotwendigen Wirkstoffe enthält, d. h. weder Mangel- noch Überschußreaktionen verursacht.

Die meisten Trockenalleinfutter bestehen zu etwa 50 % aus Getreide als Lieferant von Kohlenhydraten. Die Proteine dieser Alleinfutter setzen sich aus tierischen Eiweißen (Tier- und Knochenmehlen, Grieben) und pflanzlichen Eiweißen (Sojaschoten und Maisnachprodukten) zusammen. Fette, Mineralstoffe und Vitamine vervollständigen diese Futtermittel.

Trockenalleinfutter werden hergestellt in Form von:

Flockenfutter, Pellets, Brocken.

Der Trockensubstanzgehalt dieser Futtermittel liegt bei über 90 %, d. h. der Wassergehalt beträgt nur 5-10 %.
100 g dieser Futtermittel müssen enthalten:

1800 KJ (Kilo Joule),

25 % Rohprotein, 6 % Rohfett, 3 % Rohfaser.

Der Vorteil der Fütterung mit trockenem Alleinfutter liegt in seinem relativ günstigen Preis und in der einfachen Verarbeitung. Um den Wasserhaushalt der Hunde nicht unnötig zu belasten, muß dabei jedoch stets auf ausreichende Zugabe von Wasser geachtet werden.

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Was bewirken Vitamine im Futter

Genau wie Spurenelemente haben Vitamine wichtige Stoffwechselfunktionen. Vitaminmangel führt zu einer Reihe lebensbedrohender Erkrankungen. Übergroße Gaben bestimmter Vitamine können ebenfalls zu Erkrankungen führen.

Vitamin A ist in Getreideprodukten und im Gemüse (vor allem in Karotten) sowie in Butter, Lebertran und Eigelb enthalten.

Mangel führt zur Wachstumsunterbrechung, zum Gewichtsverlust, zur Resistenzschwäche bei infektionskrankheiten und zur Neigung von Hauterkrankungen (Ekzeme)

Überdosierung führt ebenfalls zu Hauterkrankungen (Ekzeme)

Vitamin B ist in Hefe, Getreideschalen sowie Leber und Nieren enthalten

Mangel führt zu Nervenstörungen, Hauterkrankungen, Wachstumsstörungen

Vitamin C ist in Gemüse, in Hagebutten und in Citrus-Früchten enthalten

Mangel führt zu Stoffwechselstörungen, Funktionsstörungen der Drüsen, Skorbut, Zahnfleischveränderungen und Muskelschwellungen

Vitamin D ist in Lebertran, in Butter und in Eiern enthalten. Es fördert die Calciumaufnahme aus dem Darm

Mangel führt zur Rachitis

Überdosierung führt zu verlangsamten Wachstum durch gestörte Verdauung und zu Knochenverformung

Vitamin E ist in Getreide und Gemüse enthalten

Mangel führt zu Muskelerkrankungen, zu Störungen der Geschlechtsfunktion und zu Wachstumsstörungen

Vitamin F (ungesättigte Fettsäuren) ist in pflanzlichen Ölen und in tierischen Fetten enthalten.

Mangel führt zu Ekzemen

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Grasfressen !

Über Häufigkeit und der Bedeutung des Grasfressens beim Hund wurden 1982 durch das Institut für Tierernährung an der Tierärztlichen Hochschule, Hannover, an über 600 Haushunden Erhebungen durchgeführt.

Die nachfolgend genannten Ursachen konnten in den untersuchten Fällen keine gesicherten Hinweise für das Grasfressen gewonnen werden:

ungenügender Ballsat in der Nahrung,

ungenügende Sättigung,

Substitution von Vitaminen und Mineralien,

Ersatzhandlungen,

Auslöser für Brechreiz

Aufnahme von Stoffen, die allein in Pflanzen vorkommen und die für bestimmte Funktionen, z.B. der Bildung von Duftstoffen, erforderlich sind.

Die Untersuchungen ergaben, daß

etwa 90 % aller erfassten Hunde zeitweise Gras aufnahmen,

die Faktoren wie Rasse, Geschlecht, Alter, Charakter keinen bedeutenden Einfluss auf diese Verhalten hatten.

Umwelteinflüsse wie Haltung, Futterart, Fütterungstechnik, Krankheit und Witterung diese Eigenart kaum beeinflußten,

nur bei einem geringen Teil der erfaßten Hunde nach Grasfressen Erbrechen auftrat,

vornehmlich junge Pflanzen - und davon die Blätter - bevorzugt wurden,

spezielle Rhytmen in der Grasaufnahme der Haushunde nicht auftraten,

der Rohfasergehalt der verfütterten Ration keinen Einfluß auf das Grasfressen hatte.

Folgende alte Volksweisheiten haben sich nicht bestätigt:

Wenn Hunde Gras fressen, ändert sich das Wetter.

Hunde fressen Gras, um ihren Magen durch Erbrechen von verdorbenen oder zu großen Futtermengen oder von Knochen befrein zu können.

Hunde fressen Gras, um zuviel produzierte Magensäure erbrechen zu können.

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Frischfutter

Frischfutter setzt sich aus Futtermitteln tierischer (zu dem Thema auf dieser Seite) und pflanzlicher Herkunft zusammen. Es muß durch Zumischung vitaminisierter Mineralstoffmischungen (Mengen und Spurenelemente) vervollständigt werden.

Futtermitel aus Tierischer Herkunft

Futtermitel aus Tierischer Herkunft sind in erster Linie eiweißreich. Vorrangig geeignet sind Fleisch, Innereien, Schlachtnebenprodukte, Knochen, Eier und Seefische. Fleisch verschiedener Tierarten ist in gleichem Maße zur Fütterung geeignet, es darf jedoch nicht zu fett sein.

Fleisch aus Abdeckerein darf/sollte NICHT verfüttert werden. Fleisch aus Freibanken kann ruhig verfüttert werden.

Merke: Fleisch von Schweinen, Rindern und Schafen darf nur in ABGEKOCHTEM Zusatand verfüttert werden. Verdorbenes Fleisch darf NIEMALS verfüttert werden - auch nicht in gekochtem Zustand. Durch Abkochen wird verdorbenes Fleisch nicht besser, denn es werden hierdurch lediglich die Keime abgetötet, jedoch nicht die Toxine (Gifte)

Nachteile der Fleischfütterung sind: Hoher Einkaufspreis und hoherr Energieverbrauch durch Erhitzen und Kühlraumlagerung.

Innereien und Schlachtnebenprodukte

Geeignet zur Fütterung sind:

Lunge

Euter

Vormägen

Herz

Nieren und

Leber

Wegen der Unausgewogenheit der wertbestimmenden Bestandteile sind zur Fütterung weniger geeignet: Milz Ohren, Nabel- und Darmausschnitte, Schwarten, Sehnen, Knorpel, Geschlechtsteile und Fett.

Merke: Für die Fütterung mit Innereien und Schlachtabfällen gilt das gleichewie für die Fütterung von Fleisch (siehe dort).

Knochen sollen nicht zur Ernährung der Hunde dienen, sondern nur zur Gesunderhaltung/Säuberung ihres Gebisses und zur Kräftigung ihrer Kaumuskulatur gereicht werden. In Frage kommen nur weiche (jegendliche) Knochen von Schweinen bzw. Rindern.

Merke: Knochen dürfen nur im Abgekochtem Zustand gereicht werden.Sie können Schlundverstopfungen und Darmverletzungen (Perforation durch Knochensplitter) verursachen. Bei älteren Hunden und bei häufiger Knochenfütterung kann es zu Darmverstopfung (Obstipation) kommen.

Eier bestehen zu ca. 50 % aus Proteinen mit hoher biologischer Wertigkeit und zu ca. 50 % aus Fetten (im Dotter) mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die ein glänzendes Haarkleid bewirken. Nach Fütterung großer Mengen von rohem Eiklar können Verdauungsstörungen auftreten, weil im Eiklar Hemmstoffe enthalten sind, die die Eiweißverdauung beeinträchtigen. Diese Hemmstoffe können jedoch durch Erhitzen (Kochen) inaktiviert werden.

Seefische (Kabeljau, Schellfisch usw.) enthalten hochwertiges, leichtverdauliches Eiweiß. Zu beachten ist jedoch, daß der Fisch stets FRISCH und ENTGRÄTET verfüttert werden muß.

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Wirkstoffgehalt der Futtermittel

Der Wert eines Futtermittels hängt vom Gehalt folgender Wirkstoffe ab:

- Wertbestimmende Bestandteile:

Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Rohfaser

- Mengenelemende Bestandteile (Mineralstoffe):

Calcium, Phospor, Natrium, Kalium, Magnesium ( Ca / P / Na / K / Mg )

- Spurenelemente (Mineralstoffe):

Eisen, Kupfer, Mangan u.v.a. ( Fe / Cu / Mn )

- Vitamine

- Wasser

Wertbestimmende Bestandteile:

Eiweiß: (Rohprotein) wird zur Muskel- und Gewebebildung benötigt. Ein junger, im Wachstum stehender Hund, benötigt selbstverständlich größere Mengen an Eiweißstoffen als ein alter Hund. Eiweißstoffe sind in Futtermitteln tierischer Herkunft, also in Fleisch, Fisch, Milch und Eiern in größeren Mengen enthalten. Das aufgenommene tierische Eiweiß wird z.T. zur Ergänzung der körpereigenen Eiweißreserven und für das Wachstum und zum anderen Teil für die Energieerzeugung des Körpers benötigt. Eiweißüberschuß wird in Körperfett umgesetzt, eine Wirkung, die aber auch durch Verfütterung von Kohlenhydraten und Fett zu erreichen ist.

Kohlenhydrate dienen ebenfalls als Energiespender. Sie sind in Produkten pflanzlicher Herkunft (Getreide, Reis, Mais ) enthalten. Futtermittel tierischer Herkunft enthalten Kohlenhydrate und Fett nur in geringen Mengen.

Fette findet man hauptsächlich in den verabreichten Fleischprodukten. Sie werden im Körper des Hundes z.T. in Wärmeenergie umgesetzt bzw. im Gewebe für den späteren Verbrauch aufgespeichert (Energiedepot); teils werden sie als Vitamin F wirksam.

WICHTIG: Energie wird für die ständig ablaufende Neu- und Umbildung der Gewebe, für die Sekretionsleistung der Drüsen, für die Muskeltätigkeit und für die Konstanthaltung der Körpertemperatur benötigt.

Rohfaser besteht vorwiegend aus pflanzlichen, unverdaulichen Strukturstoffen, die als Ballast für die Tätigkeit der Därme unbedingt nötig sind und die außerdem die Verdaulichkeit von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten beeinflussen. Besonders rohfaserhaltig sind z.B. die Aussenhäute von Reis, Sojabohnen und Hafer.

Mengenelemente (Mineralstoffe) dienen dem Aufbau des Körpers und der Regulierung des Stoffwechsels. Sie sind für die Gesundheit und Entwicklung der Hunde von entscheidender Bedeutung. Mangel an Mengenelementen führt zu Erkrankungen (z.B. Rachitis, Knochenweiche). Calcium und Phosphor sind hauptsächlich in Knochen enthalten; Kalium und Natrium befinden sich überwiegend in Zellen und Körperflüssigkeiten.

Spurenelemente (Mineralstoffe) , obwohl sie nur in Spuren benötigt werden, haben Spurenelemente wichtige Stoffwechselfunktionen.

Es bilden: Eisen - Blut- und Muskelfarbstoff

Kobalt - Vitamin D

Kupfer - Blutfarbstoff

Jod - Schilddrüsenhormone

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Futterzubereitung

Bei der Futterzubereitung ist folgendes zu beachten:

Das Futter muß hygienisch zubereitet und dem Hund frisch, d.h. unmittelbar nach der Fertigstellung, gereicht werden.

Das Futter darf keinesfalls zu kalt sein, weil freßgierige Hunde auch kaltes Futter hastig verschlingen, wodurch Gesundheitsschäden (Magenschleimhautentzündungen) entstehen. Das Futter soll stets Handwarm gereicht werden, wenig feucht und gut kaubar sein.

Die einzelnen Bestandteile müssen gut vermengt werden.

Um dem Hund das Gefühl der Sättigung zu geben, muß die Futtermenge ein Volumen von 1,5 bis 2 Liter betragen. Der Rohfasergehalt (Ballaststoffe) soll dabei etwa 3 bis 5 % der Gesamtration betragen.

Der Energiebedarf soll zu 40 % aus Fett, zu 50 % aus pflanzlichen Kohlenhydrahten und zu 10 % aus hochwertigem tierischen Eiweiß abgedeckt werden.

Der Fettbedarf richtet sich nach dem Gehalt an essentiellen (lebensnotwendigen) Fettsäuren, insbesondere nach dem Anteil an Linolsäure.

Der Eiweißbedarf steigt mit sinkender Verdaulichkeit und sinkender biologischer Wertigkeit der einzelnen Bestandteile und umgekehrt.

Die Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente) mässen in ausreichender Menge und in ausgewogenem Verhältnis zueinander stehen. Generell kann bei den Musterrationen II. und III. auf die Beifütterung einer Mineralstoff-/Vitaminmischung verzichtet werden. Besonders beachtet werden muß das Calcium-/Phosphorverhältnis, das etwa 1 : 1 betragen soll. Wöchentliche Knochenfütterung kann fehlendes Calcium ergänzen, stärkt die Kaumuskelatur und reinigt das Gebiß.

Bei Verfütterung natriumarmer pflanzlicher Kohlenhydrate, wie z.B. von Haferflocken und Reis, muß ggf. Natrium zugefüttert werden.

Als vitaminisierte Mineralstoffmischung dürfen nur solche verwendet werden, die ein enges Calcium-/Phosphorverhältnis und einem ausreichenden Natriumgehalt aufweisen.

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Verdauung und Stoffwechsel

Damit die im Futter enthaltenen Wirkstoffe ihre Funktion im Körper erfüllen können, müssen sie im Verdauungstrakt aufgeschlossen werden.

Aus Eiweiß entstehen als kleinste Zellbausteine die Aminosäuren.

Aus Kohlenhydraten wird Glykose als Energiespender.

Aus Fetten werden Fettsäuren (Energiereserven) und Hautschutzsubstanzen (Vitamin F) gebildet.

Die Mineralstoffe (Mengen und Spurenelemente) werden aus ihren Verbindungen (Salzen) gelöst.

Die Vitamine werden zur vollen Wirksamkeit gebracht.

Als zweckmäßige Fütterungsform ist eine gemischte Kost aus tierischen und pflanzlichen Bestandteilen anzusehen. Dabei ist zu beachten, daß mit zunehmender körperlicher Beanspruchung/Belastung des Hundes der ANteil an tierischen Produkten (Eiweiß) im Futter entsprechend vergrößert werden muss.

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Futtermittel Pflanzlicher Herkunft

Futtermittel Pflanzlicher Herkunft sind in der Regel energiereich und eiweißarm. Vorrangig geeignet sind folgende Produkte:

Haferflocken können - im Gegensatz zu Reis - roh verfüttert werden. Dadurch bleiben die nicht hitzebeständigen B-Vitamine erhalten. Haferflocken binden Wasser und enthalten Rohfaser.

Reis ist ein vollwertiges Nahrungsmittel und wird von den Hunden gerne gefressen. Er muss vor der Fütterung weich gekocht werden.

Merke: Unpolierter Reis ist gehaltvoller als handelsüblich aufbereiteter Reis.

Maisschrot kann nach dem Quellen roh verfüttert werden.

Ungesalzenen Teigwaren (z.B. Nudeln) können bei Engpässen in der Versorgung verfüttert werden. Die Fütterung von Brotresten ist NICHT zu empfehlen. Sollte dies dennoch gelegentlich notwendig sein, muss das Brot vorher geröstet werden.

Sojaschrot (entöltes Preßbruchmehl der Sojabohne) ist wegen seines hohen Eiweißgehaltes und wegen dessen leichter Verdaulichkeit als hochwertiges Hundefutter anzusehen und daher zur Fütterung geeignet.

Gemüse und Obst sind Lieferanten von Vitaminen und Mineralstoffen (Mengen- und Spurenelemente).

Geeignet zur Fütterung ist frisches grünes Gemüse, z.B. Salat, Spinat, Karotten, Petersilie, Zwiebeln und Äpfel. Ungeeignet zur Fütterung sind alle Kohlarten und Hülsenfrüchte, da sie häufig starke Blähungen verursachen.

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Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf der Hunde richtet sich nach ihrem Alter (Wachstum), ihrer Größe, ihrem Gewicht (Übergewicht/Untergewicht) und nach der Leistung, die ihnen abverlangt wird.

Ein ausgewachsener Hund mit einem Gewicht von etwa 35 Kg, benötigt bei mittlerer Belastung durchschnittlich 9500 Kilo Joule verdauliche Energie. Sein Futter muß daher ca. 120 g Rohprotein, 50 g Rohfett, 3,5 g Calzium, 3,0 g Phosphor, 2,8 g Natrium und 2,8 g Kalium sowie ausreichenden Anteil an Spurenelementen und Vitaminen enthalten.

Futtermittelzusammensetzung

Damit der Wasserhaushalt der Hunde nicht übermäßig belastet wird, soll das Futter 70 - 80 % Feuchtigkeit enthalten.

Um den erforderlichen Nährstoffbedarf sicherzustellen und um Mangelerscheinungen durch unsachgemäße Fütterung zu verhindern, empfiehlt es sich folgende Rationen einzuhalten:

I.
- Fleisch bzw. Schlachtnebenprodukte (erhitzt)
850 g
- Trockenalleinfutter (als Zusatzfutter)
300 g
- Haferflocken
100 g
- Mineralstoffe / Vitamine (zusammen als Mischung)
20 g

GESAMTBEDARF

1270 g

II.
Feuchtfutter (Dose)
850 g
- Trockenalleinfutter (als Zusatzfutter)
200 g
- Haferflocken
100 g
- Wasser
100 g

GESAMTBEDARF

1250 g

III.
- Trockenalleinfutter
500 g
- Wasser
750 g

GESAMTBEDARF

1250 g
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Warum ist Wasser so wichtig für Hunde

Da sämtliche chemischen Vorgänge im tierischen Körper in wäßriger Lösung ablaufen, ist Wasser für den Hund unbedingt lebensnotwendig. Wasser regelt den Wärmehaushalt des Körpers und ist in allen Körperzellen enthalten.

Die Nahrung des Hundes enthält zu ca. 60 bis 70 % Wasser. Da der Hund über die Harnausscheidung und über die Atmung Wasser verliert, muß er zur Regulierung seines Wasserhaushaltes stets ausreichend frisches Wasser zur Verfügung haben.

Der tägliche Wasserbedarf der Hunde liegt bei ca. 1,5 Liter. Durch körperliche Beanspruchung (Ausbildung/Spielen) und durch erhöhte Außentemperatur, kann der Wasserbedarf der Hunde um das 3- bis 4 fache steigen.

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Beifutter

Beifutter, z.B. Trockenfleisch und Feuchtfleisch in Dosen, dient zur Ergänzung und / oder Beimischung selbst hergestellter Futtermischungen (Rationen).

Trockenfleisch, meist ausländischer Herkunft, ist ein vortreffliches und preiswertes Futtermittel, das gegenüber Frischfleisch den 4 - 5fachen Eiweißgehalt aufweist. Es muss vor der Fütterung ein bis zwei Tage in lauwarmem Wasser aufweichen und wird dann zur Fütterung mit den anderen Futtermitteln vermischt.

Hundekuchen bestehen zu etwa 80 % aus pflanzlichen Stoffen mit Zusätzen an tierischen Eiweiß, aus Mineralstoffen und Vitaminen. Die Analyse, d.h. die pozentuale Angabe der einzelnen Wirkstoffe, ermöglicht die Beurteilung des gehaltlichen Wertes. Der Vorteil der Beifütterung von Hundekuchen liegt in der Beanspruchung des Gebisses. Beim Einkauf ist darauf zu achten, daß die Ware nicht abgelagert und ranzig oder gar mit Mehlwürmerndurchsetzt ist.

Halbfeuchte Futtermittel "Softfutter" weisen einen Wassergehalt zwischen 15 - 30 % auf. Auf Trockensubstanz bezogen, entsprechendie Inhaltsstoffe etwa denen des Trockenalleinfutters. Sie sind preislich weniger günstig und finden relativ selten als Beifutter verwendung.

Feuchtfuttermittel, der Wassergehalt dieser Futtermittel schwankt zwischen 70 - 80 %. Auf die Trockensubstanz bezogen, liegt der Proteinanteil mit 30 bis 60 % merklich über dem des Trockenalleinfutters. Infolge des recht hohen Proteinanteils empfiehlt sich die Verwendung als eiweißreiches Beifutter (Ergänzungsfutter).

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Praktische Fütterung !

Allgemeines

Im Verhältnis zum übrigen Verdauungstrakt ist der Magen des Hundes relativ groß. Der Hund ist dadurch in der Lage, mit einem Mal eine so große Futtermenge aufzunehmen, daß eine Fütterung innerhalb von 24 Stunden vollkommen ausreicht. Um Störungen in Verdauungstrakt zu vermeiden, soll die tägliche Fütterung immer zur gleichen Zeit durchgeführt und folgendes dabei beachtet werden:

Der Hund ist stets nach beendeter Arbeit zu füttern, einerlei, ob das Tier in der Ausbildung oder in der Spielphase steht.

Nach erfolgter Fütterung ist der Hund zur Blasen- und Darmentleerung auszuführen. Anschließend müssen ihm zur Verdauung zusammenhängend 4 bis 6 Stunden Ruhe gewährt werden.

Der Futterbedarf ist bei den einzelnen Hunden individuell verschieden. Es gibt gute und schlechte Futterverwerter. Dies ist bei der Bemssung der Futterration unbedingt zu beachten.

Wird dem Hund das Futter vorgesetzt, soll er es ungestört zu sich nehmen können. Ein gesunder Hund ist im allgemeinen ein schneller Fresser, der die ihm vorgesetzte Futtermenge im Zeitraum von ca. 15 Minuten verzehrt. Unmittelbar danach muß die Futterschüssel entfernt werden. Um der Säuerung des Futters vorzubeugen, muß unverzehrtes Futter sofort beseitigt werden. Nur bei zaghaft fressenden oder kranken Hunden kann das Futter unter Kontrolle längere Zeit verbleiben. Nach der Fütterung müssen die Futterschüsseln mit sehr heissem Wasser gespült werden.

Das Füttern der Hunde mit Schokolade etc. ist falsch verstandene Tierliebe und führt zur Erkrankung der Hunde.

Um zu verhindern, daß die Hunde an der durch Viren übertragenen tödlich verlaufenden AUJESZKYSCHEN KRANKHEIT erkranken, dürfen Fleisch, Innerein, Schlachtnebenproduckte und Knochen NIEMALS roh, sondern immer nir in abgekochtem Zustand verfüttert werden.

MERKE: Gegen die AUJESZKYSCHEN KRANKHEIT gibt es z.Z. kein Heilmittel, das den Tod der erkrankten Hunde verhindern kann.

Für Menschen besteht keine Gefahr der Erkrankung, weil sie gegen den Erreger der Krankheit immun sind.

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