| Staupe |
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Carrésche Krankheit. Hochgradig ansteckende, fieberhafte Virusinfektion. Weltweit verbreitet. Hunde jeden Alters, vornehmlich aber junge Hunde, können daran erkranken.
Krankheitsverlauf:
Staupe, verläuft in 2 Fieberschüben; während der ersten Phase hält das hohe Fieber (bis 41°C) 24 bis 48 Stunden an und sinkt dann auf Normaltemperatur (um 39°C). Der Hund ist apathisch, hat schlechten Appetit, Durchfall und eine starke Bindehautentzündung. Die Krankheit bleibt in dieser ersten Phase oft unerkannt. Erst nach einer Pause von 4 bis 7 Tagen, in der sich der Hund zu erholen scheint, kommt es zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien; hohes Fieber (zweiter Fieberschub), Brechdurchfall, ständiger Husten, eitrige Augen und Nasenausfluß sind die Folgen. Neben einer Magendarmentzündung kommt es fast gleichzeitig zu einer Lungenentzündung. Erst nach Wochen kann obendrein eine Gehirnhautentzündung auftreten. Diese »Nervenstaupe« mit zunehmenden Beschwerden wie Muskelzuckungen und taumelndem Gang ist unheilbar. Hunde mit solchen Symptomen sollten rechtzeitig erlöst und eingeschläfert werden.
Behandlung:
Nur im frühen Stadium kann der Tierarzt eventuell mit einem Immunserum helfen. Hat ein junger Hund die Staupe überstanden, kann es zu Störungen bei der Bildung des Zahnschmelzes kommen. Beim Zahnwechsel im Alter von 14 Wochen wachsen braunfleckige verkümmerte Zahnruinen nach (sogenanntes Staupegebiß).
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| Hepatitis |
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Ansteckende Leberentzündung der Hunde. Viruskrankheit mit weltweiter Verbreitung.
Krankheitsverlauf:
Akute fiebrige Infektion mit hohem Fieber, Apathie und Tod innerhalb weniger Stunden. Bei langsamem Verlauf kommt es wie bei der Staupe zu 2 Fieberschüben mit ähnlichen Symptomen. Eine Lungenentzündung mit akuter Magen-Darmerkrankung schwächt den Organismus zusehends. Typisch sind spontane Blutungen im Maul und im Auge. In der Folge milchig-bläuliche Eintrübung der Hornhaut. Durch eine Leberschwellung ist der Vorderbauch meist verspannt, verdickt und schmerzhaft.
Behandlung:
Immunserum und zusätzlich Antibiotika; Hepatitis verläuft aber meist tödlich.
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| Leptospirose |
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Stuttgarter Hundeseuche. Durch Bakterien (sogenannte Leptospiren) hervorgerufene Infektion, die vorwiegend von Mäusen und Ratten übertragen wird. Für den Menschen ansteckend.
Krankheitsverlauf:
Erbrechen, Durchfall, übermäßiges Trinken, Gelbsucht, zentralnervöse Störungen, Husten und Atmenot. Niere, Leber, Magen-Darm, Lunge, Herz, Gehirn oder Augen können befallen werden.
Behandlung:
Leptospirose ist in leichten Fällen heilbar, da die Erreger mit Antibiotika relativ gut behandelt werden können.
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| Parvovirose |
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Ansteckende Virusinfektion, die seit Anfang der 80er Jahre auch unter Hunden jeden Alters, bevorzugt aber bei jungen Hunden (6 Wochen bis 6 Monate) auftritt. Der Katzenseuche eng verwandt.
Krankheitsverlauf:
Ständiges Erbrechen; schaumiger, hellblutiger, übelriechender Durchfall; Austrocknung des Gewebes, hohes Fieber im Wechsel mit Untertemperatur; Zittern, Apathie, schlechter bis fehlender Appetit. Bauchschmerzen, Bauchgrimmen. Im wesentlichen handelt es sich um eine akute Dünndarmentzündung, bei der die Darmschleimhaut zerstört wird. Welpen von 4 bis 10 Wochen können innerhalb von 1 bis 2 Tagen an Herzversagen sterben. Die Erkrankung dauert in schweren Fällen 1 bis 2 Wochen. Ist die erste Woche überstanden, sind die Hunde meist außer Lebensgefahr.
Behandlung:
Immunseren helfen die Abwehrkräfte des Körpers etwas zu steigern. Anfangs sind Infusionen gegen das Erbrechen für das Überleben notwendig. Eine vorsichtig einsetzende Diät nach 2 Tagen Futterentzug scheint ganz entscheidend für die Heilung. Zusätzlich Gabe von Antibiotika und Mitteln, die den Darm entkrampfen, den Durchfall hemmen und das Erbrechen lindern. Eine strenge Hygiene ist nötig, damit der kranke Hund nicht andere Hunde ansteckt.
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| Tollwut |
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Viruserkrankung, die auch für den Menschen gefährlich werden kann. Anzeigepflichtig.
Krankheitsverlauf:
Tollwut wird überwiegend durch den Biß eines tollwutkranken Tieres (über den Speichel) übertragen und verläuft meist tödlich. Das Virus befällt das Nervengewebe und verursacht schließlich eine Gehirnhautentzündung. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können 14 Tage bis zu 1 Jahr vergehen. Klassischer Krankheitsverlauf:
Wesensveränderung des Hundes (einige Stunden bis 3 Tage). Er ist launenhaft, ängstlich, unruhig, bellt oder beißt unmotiviert, kratzt an der Übertragungsstelle (Bißwunde).
"Rasende Wut" (1 bis 4 Tage) mit zunehmender Unruhe und Aggressivität; Zerbeißen von Gegenständen, Appetitlosigkeit, starkes Speicheln, Unfähigkeit zu trinken, langgezogenes Heulen, schwankender Gang, epileptische Anfälle.
Depression mit zunehmender Erschöpfung und Lähmungszuständen; Tod nach 3 bis 4 Tagen. Anstelle der »rasenden Wut« kommt auch die stille Wut vor. Der Hund hat einen teilnahmslosen Blick mit ungleich großen Pupillen; starkes Speicheln und hängender Unterkiefer. Tod nach 2 bis 4 Tagen.
Behandlung:
Nicht möglich. Bei Verdacht auf Tollwut müssen nicht geimpfte Hunde nach Beobachtung in Quarantäne getötet und untersucht werden.
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| Zwingerhusten |
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Durch mehrere Viren, zum Beispiel auch dem Grippevirus des Menschen verursachte Infektion beim Hund.
Krankheitsverlauf:
Reizhusten mit spuckendem Geräusch, das auf Rachen- und Kehlkopfentzündung hinweist; Nasenausfluß, Bindehautentzündung, heiseres Bellen. Kommt vorwiegend nach Aufenthalten in Tierheimen oder Tierpensionen vor. Zwingerhusten tritt vor allem im Frühjahr und Herbst auf.
Behandlung:
Stillen des Hustenreizes mit codeinhaltigen Präparaten, Entschleimung mit Sekretolytika. Schwerere Erkrankungen der Lunge können durch Antibiotika verhindert werden. Die Erkältung heilt nach 1 bis 2 Wochen meist ohne Folgen aus.
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| Bandwürmer |
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Nachweis:
5 bis 10 mm große, weißliche, sich bewegende Bandwurmglieder im Kot und in den Haaren um den After.
Symptome:
Struppiges Fell, wechselnde Durchfälle, Abmagerung trotz Appetit, analer Juckreiz.
Ansteckung:
Überwiegend durch Verzehr von rohem Fleisch und Innereien von Rind, Ziege, Schaf, Rotwild, aber auch durch das Fressen von Mäusen, Ratten und Flöhen. Diese Zwischenwirte können sich dann wieder durch Hunde-, Katzen- oder Fuchskot infizieren. Der häufigste Bandwurm beim Hund hat den Floh als Zwischenwirt. Deshalb bei Flohbefall immer auch entwurmen. Der sogenannte Fuchsbandwurm, dessen Gefahr für den Menschen weit übertrieben wird, kommt beim Hund äußerst selten vor.
Übertragung auf den Menschen:
Der Mensch kann als Fehl-Zwischenwirt »irrtümlich« durch Kontakt mit Wurmeiern aus Hunde-, Katzen- oder Fuchskot befallen werden. Bei üblicher Hygiene aber sehr selten.
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| Kokzidien |
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Nachweis:
Im Kot mikroskopisch nachweisbar. Leben im Dünndarm.
Symptome:
Schleimig-blutige Durchfälle, vor allem bei Welpen und Junghunden.
Ansteckung:
Über infizierten Kot anderer Hunde oder durch Mäuse, die der Hund frißt.
Behandlung:
Sulfonamide und Antibiotika, am besten in 2 Kuren über jeweils 5 bis 6 Tage mit einer Pause von 6 Tagen dazwischen.
Übertragung auf den Menschen:
Nicht möglich.

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| Lungenwürmer |
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Nachweis:
Larven der Lungenwürmer im Kot.
Symptome:
Bronchitis und eitrige Lungenentzündung.
Ansteckung:
Durch Larven im Kot anderer Hunde.
Behandlung:
Injektionen mit geeigneten Parasiten-Mitteln können solche chronisch erscheinenden Lungenbeschwerden heilen.
Übertragung auf den Menschen:
Nicht möglich.
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| Peitschenwürmer |
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Nachweis:
Peitschenförmige Würmer oder Wurmeier im Kot.
Symptome:
Zum Teil blutiger Durchfall und allgemeine Schwäche vorwiegend bei Welpen.
Ansteckung:
Über das Futter. Peitschen- und Hakenwürmer kommen in Zwingern und Händlerställen gehäuft vor.
Übertragung auf den Menschen:
Äußerst selten, da der Mensch einen anderen Peitschenwurm hat.
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| Spülwürmer |
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Nachweis:
10 bis 15 cm lange, spaghettiähnliche Würmer (Askariden) im Kot und im Erbrochenen oder Nachweis von Eiern in der Kotprobe. Leben im Dünndarm.
Symptome:
Abmagerung, Durchfall mit Blähungen, Blutarmut und Entwicklungsstörungen. Durch Wanderung der Larven Bronchitis und Lungenentzündung möglich.
Ansteckung:
Vorwiegend schon im Mutterleib über das Blut. Welpen haben ab der 4. Lebenswoche Würmer im Kot.
Übertragung auf den Menschen:
Über den Kot bzw. die Wurmeier möglich.
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| Allgemein |
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- Bewahren Sie unbedingt Ruhe !
- Bringen Sie den Hund/das Tier schnell aus der Gefahrenzone !
- Beruhigen Sie den aufgeregten und ängstlichen Hund oder das Tier !
- Rufen Sie den Tierarzt an und informieren Sie ihn über wichtige Details !
- Leisten Sie erste Hilfe und bringen Sie den Hund oder das Tier zum Tierarzt !
- Legen Sie sich ein Notrufverzeichnis mit
- Tierarzt
- Tierklinik
- Tierärztlicher Notdienst und
- Tiertaxi an um nicht erst suchen zu müssen.
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| Insektenstiche |
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Symtome:
- Kratzen der Einstichstelle,
- bei Stichen im Maul Schwellungen des Fangs,
- der Zunge,
- im Rachenraum,
- Atemnot,
- Speicheln und Erbrechen
Behandlung:
- Stachel entfernen
- Schwellungen kühlen
- bei Stichen im Maul sofort zum Tierarzt
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| Hitzschlag |
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Symtome:
- Hecheln,
- Taumeln,
- Atemnot und Bewusstlosigkeit
Behandlung:
- Hund/Tier in den Schatten bringen
- mit feuchten Tüchern abkühlen
- aber nicht ins kalte Wasser werfen !
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| Blutungen |
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Symtome:
- Das Blut tritt stoßweise aus der Wunde aus
Behandlung:
- Schnauze zubinden,
- Gliedmassen oberhalb der Wunde abbinden,
- alle 30 Minuten lockern, sonst stirbt das Bein ab,
- bei Wunden am Körper Druckverband anlegen,
- natürlich das Tier zum Tierarzt bringen !
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| Brüchen |
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Symtome:
- Abknicken im verletzten Bereich
- Lahmheit
- offene Wunde
Behandlung:
- Schnauze zubinden,
- Hund/Tier ganz vorsichtig bewegen,
- wenn abgeknickt, Bein nicht gerade biegen,
- geraden Bruch schienen,
- offene Wunden mit sauberen Tuch abdecken
- sofort zum Tierarzt
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| Verbrennungen |
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Symtome:
- Gerötete Haut,
- Blasen,
- versengte Haare
Behandlung:
- Mit fließendem kaltem Wasser oder Eisbeuteln mindestens 15 Minuten kühlen
- sofort zum Tierarzt
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| Vergiftungen |
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Symtome:
- Starkes Speicheln,
- Blut im Erbrochenen, Kot und Urin
- Apathie, Atemnot,
- blasse, gelbe oder bräunliche Schleimhäute
- jagender Puls, Taumeln
- Krämpfe oder Ohnmacht
Behandlung:
- Bis maximal 1 Stunde nach Aufnahme des Giftes kann die Wirkung durch Erbrechen und Magenspülung verringert werden. Konzentrierte Kochsalzlösung (1 EL auf 100ml Wasser) einflößen, um das Erbrechen zu fördern.
- Niemals Mildch, Öl oder Rizinusöl eingeben ! Den Hund viel trinken lassen.
- Erbricht er das Wasser immer wieder, ist das fast wie eine Magenspülung
- Die verdächtige, giftige Substanz mit zum Tierarzt nehmen
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| Schock |
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Symtome:
- Schnelle Atmung
- Schneller Puls
- weisse Schleimhäute und
- Untertemperatur
Behandlung:
- Den Hund/das Tier bequem auf die Seite legen
- warm halten
- für frische Luft sorgen
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| Fremdkörper |
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Symtome:
- Speicheln, Würgen
- Erbrechen und Schluckbeschwerden
- Kratzen der Pfote am Maul und eine geschwollene Zunge
Behandlung:
- Das Maul des Hundes öffnen und evtl. zwischen den oberen Backenzähnen verkeilte Holzstücke entfernen
- Tiefer liegende Fremdkörper sofort vom Tierarzt entfernen lassen.
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